Vermögenssteueruhr
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Durch die Linke Vermögensteuer steigen die Einnahmen der Länder um ca. 100 Mrd. Euro jährlich - und das schon unter Berücksichtigung von Verhaltensreaktionen. Auch wenn die Vermögen in Deutschland sehr unterschiedlich je nach Bundesland verteilt sind, werden die Unterschiede durch den Länderfinanzausgleich stark angeglichen. Die Kommunen erhalten übrigens auch ca. 20% der Vermögensteuereinnahmen automatisch von den Ländern. In den beiden nachfolgenden Karten ist das Aufkommen und das Aufkommen pro Kopf der einzelnen Bundesländer dargestellt.
Die reichsten 10% besitzen knapp 70% des deutschen Gesamtvermögens.
Wir fordern dabei einen bestimmten Steuertarif, s. oben (besteuert werden soll das Nettovermögen (= Vermögen abzgl. Schulden) ab 1 Mio. Euro, für Betriebsvermögen gilt ein zusätzlicher Freibetrag von 5 Mio Euro. Der Steuersatz steigt linear von 1% bis auf 5% ab 50 Mio. Euro an und springt dann ab 1 Mrd. Euro auf 12%.) aus den folgenden Gründen:
Zunächst sehen wir einen hohen Freibetrag von 1 Mio. Euro Nettovermögen vor, um wirklich nur die reichsten 2% der Bevölkerung zu belasten.
Zusätzlich sehen wir, um Unternehmen nicht zu stark zu belasten, einen zusätzlichen Freibetrag von 5 Mio. Euro für Betriebsvermögen vor. Hier kann man auch über die Möglichkeit der Zahlung der Steuer in Vermögensanteilen nachdenken.
Der Eingangssteuersatz liegt bei moderaten 1-5%, da bei kleinen Vermögen die Vermögensteuer nur die Einkommensteuer komplettieren soll. Dieser Steuersatz liegt damit unter typischen Vermögensrenditen von 6%, die auch in der Studie angenommen wird. Für die reichsten Deutschen Schwarz und Kühne lag das Vermögenswachstum aber in den letzten 25 Jahren bei über 10% (https://collections.fes.de/publikationen/ident/fes/22379). Insgesamt gibt es dazu aber keine verlässlichen Zahlen in der Breite.
Der Spitzensteuersatz auf Milliardenvermögen liegt hingegen bei 12% und soll somit auch explizit in die Substanz eingreifen und Milliardenvermögen reduzieren. Es soll keine Milliardäre mehr geben! Damit knüpfen wir auch an eine jüngere Debatte zum Limitarismus an (Limitarianism: The Case Against Extreme Wealth, Robeyns 2024).
Die Linke Vermögensteuer besteht somit aus zwei Steuern in einer: niedrige Steuersätze unten als “Ergänzungssteuer” zur Einkommensteuer (jetzige Einkommensteuer regressiv an der Spitze), hohe Steuersätze oben zur Reduzierung der Ungleichheit (Substanzbesteuerung).
werden (entgegen der historischen Vermögensteuer) nicht besteuert, stattdessen werden alle Unternehmen, Stiftungen usw. natürlichen Personen zugerechnet. Damit belasten wir Unternehmen nicht zusätzlich und schaffen keine Anreize für Steueroptimierung.
(Immobilien-, Unternehmens- und Finanzvermögen sowie Luxusgüter, abzüglich der Verbindlichkeiten) sollen zum Verkehrswert bewertet werden, wie bei der Erbschaftsteuer. Das ist gerecht und behandelt alle gleich.